Neubau am Lukaskrankenhaus - Das Rheinland Klinikum freut sich über die Förderung des Landes NRW

Foto: Rheinland Klinikum
Das Rheinland Klinikum freut sich über die Förderung für ein großes Zentrum für operative Medizin und Intensivmedizin sowie ein Zentrum für familienorientierte Geburtshilfe und Neonatologie auf dem Gelände des Lukaskrankenhauses in Höhe von rund 142 Mio. Euro. Damit kann ein hochmoderner Neubau realisiert werden, der den höchsten Ansprüchen für die operative intensivmedizinische Versorgung der Patienten sowie der optimalen Versorgung von Schwangeren, Familien und intensivpflichtigen Kindern gerecht wird. Das neue Gebäude soll sich links an das Haupthaus des Krankenhauses anschließen. Nicole Rohde, Geschäftsführerin des Rheinland Klinikums und Prof. Dr. Engelmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, nahmen heute den Bescheid von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann persönlich in Düsseldorf entgegen. „Dass unser Antrag für einen Neubau bewilligt wurde, freut uns natürlich außerordentlich“, bekräftigt die Geschäftsführerin. „Diese Förderung gibt unserem Verbund als Ganzes einen richtigen Schub.“ Für einen erfolgreichen Antrag musste mindestens eines dieser zwei Förderkriterien erfüllt sein: Die Reduktion einer Über- oder Unterdeckung mit (teil-)stationären Versorgungsangeboten und, bzw. oder, die Bildung von Kooperationen oder Krankenhausverbünden sowie die Konzentration von Leistungsgruppen, Krankenhäusern und Betriebsstellen. Der Neubau auf dem Gelände des Lukaskrankenhauses wird nach Realisierung über drei Stockwerke verfügen. Die Bauzeit wird sich mit Beginn der Maßnahme über rund fünf Jahre erstrecken. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden Überwachungsbetten sein. Neben einer neuen Intensivstation mit zusätzlichen Betten soll es zukünftig auch eine Intermediate Care Station, kurz ICU, geben. ICUs sind Stationen, auf denen beispielsweise ältere Patienten nach Routine Operationen oder Patienten nach großen Operationen überwacht werden können, ohne dass direkt eine Versorgung auf einer High Care Intensivstation (mit höchster Versorgungsstufe) nötig wäre. Zusätzlich dazu soll es auch einen Zuwachs an High Care Intensivstationsbetten geben. Statt den bisher 19 Intensivbetten im Lukaskrankenhaus können dann 22 Patienten gleichzeitig intensivmedizinisch versorgt werden. Außerdem sind Parterre ein Schockraum sowie ein Schockraum CT vorgesehen, um einen noch schnelleren Ablauf in der Notfallversorgung zu gewährleisten. Der erste Stock des neuen Gebäudes wird künftig das Zentrum für familienorientierte Geburtshilfe und Neonatologie beherbergen. Geplant sind sechs hochmoderne Kreißsäle, zwei Eingriffsräume inklusive ein Not-Sectiosaal sowie eine Neugeborenenintensivstation mit Eltern-Kind-Zimmern. Dort wird erstmals in Nordrhein-Westfalen auch das sogenannte Rooming-in für Eltern von extrem frühgeborenen Kindern möglich sein. Der Neubau ermöglicht zudem die Umsetzung des Konzeptes eines Hebammenkreißsaales. Dabei können gesunde Schwangere die Geburt ihres Kindes allein von einer Hebamme natürlich begleiten lassen. Im dritten Stock wird schließlich ein hochmoderner OP-Trakt entstehen, wo die stationären, teils sehr komplexen chirurgisch- operativen Leistungen in der Viszeralchirurgie, mit den Leistungsgruppen Pankreas, Leber und tiefes Rektum, der endokrinen Chirurgie, der Thoraxchirurgie sowie der HNO, der Urologie und Gynäkologie auf höchstem medizinischen Niveau erbracht werden können. Zusätzlich ist die Kapazitätsausweitung für robotischassistierte Eingriffe weiter möglich. In acht neuen OP-Säle können zukünftig durch vorgelagerte Einleitungen optimierte Abläufe für alle stationäre Patienten gewährleistet werden. Darüber hinaus kann durch den Neubau dem wachsenden Anstieg an ambulanten Operationen begegnet werden, die dann im Bestandsbau erweitert werden können.
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- Abb 1: Rheinland Klinikum