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Bild: S. Dressler
Bereits zum zweiten Mal konnten wir mit unserem Partner „Partner für Sport und Bildung“ (PSB) einladen zur Vergabe des Awards „Sportförderer des Jahres“. Das Holiday Inn Düsseldorf-Neuss, langjähriger Gold-Partner im PSB-Unternehmensnetzwerk, begrüßte und verwöhnte unsere XY Gäste mit erfrischenden Getränken und einem leckeren Imbiss. Unter dem Motto „KI im Spitzensport – Chancen nutzen, Grenzen erkennen“ lieferten uns hochkarätige Podiumsgäste spannende Einblicke in ihre Arbeit und ihr Training.
Die Verleihung des Awards markiere den Beginn einer neuen Tradition, so unsere Herausgeberin Nora Wisbert bei der Begrüßung der Gäste, die das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Sportförderung in der Region stärken soll. Hoteldirektor Arnd Hagemeier freute sich, erstmals eine TOP Lounge auszurichten und sorgte mit seinem Team dafür, dass wir uns alle wohl und willkommen fühlten.
Sportförderer des Jahres 2026
In diesem Jahr ging der Preis an die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mit ihrer Unternehmenszentrale in Viersen und Standorten in Grevenbroich, Dormagen und Neuss. Die EGN stehe nicht nur für nachhaltige Entsorgung, sondern auch für nachhaltiges Engagement betonte Laudator Patrick Hüter, PSB-Vizepräsident und ehemaliger Handballspieler beim TSV Dormagen sowie in der amerikanischen Nationalmannschaft. Entgegengenommen haben die Auszeichnung Christoph Kropp, Leiter der Geschäftsbereiche Logistik und Sonderabfall sowie der langjährige ehemalige Geschäftsführer Reinhard Van Vlodrop, der sich als Gründungsmitglied des Zusammenschlusses „Partner des Sports“ im Jahr 1999 mit großem Engagement als fördernder Begleiter des Sports im Rhein-Kreis Neuss eingesetzt hat.
Mit ihrem vielfältigen Sponsoring unterstützt das Unternehmen zahlreiche Vereine und Veranstaltungen im Kreisgebiet und darüber hinaus. Dazu zählen zum Beispiel die Handballer des Zweitligisten TSV Bayer Dormagen, die Tour de Neuss oder der TUS Germania Hackenbroich. Christoph Kropp sieht den Award „als Zeichen, dass wir auf einem guten und richtigen Weg sind und als Ansporn, diesen Weg weiterzugehen.“ Für die EGN sei es selbstverständlich, sich für gemeinnützige Einrichtungen und den Breiten- und Spitzensport einzusetzen in der Region, in der man zuhause sei. Sport ist gesund, wirkt sich positiv auf die Stimmung aus, verbindet und überwindet Grenzen und schaffe so ein friedliches Miteinander – „was könnte in diesen Zeiten wichtiger sein?“. Reinhard Van Vlodrop fühlte sich geehrt, dass das Unternehmen als zweite Preisträger überhaupt ausgewählt wurde sieht sich als Teammitglied aller Partner, die sich für Sport und Bildung einsetzten.
„Der Award soll zeigen, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Sport für unsere Region ist“, erklärt Ingo Frieske, Geschäftsführer der Partner für Sport und Bildung. „Wir möchten ein starkes Signal senden, dass nachhaltige Sportförderung nur gemeinsam gelingt – und hoffen, dass sich noch viele Unternehmen diesem Gedanken anschließen.“
Die Podiumsrunde
Unter der bereits bewährten Moderation von Benedikt Wagner, Welt-, Europa- und deutscher Meister sowie Olympiateilnehmer im Säbelfechten, diskutierte vorab eine hochkarätige Runde zum Thema „KI im Spitzensport – Chancen nutzen, Grenzen erkennen“: Markus Fothen, ehemaliger Tour de France-Fahrer und sportlicher Leiter der Tour de Neuss, Julian Bauer, Cheftrainer Handball beim Zweitligist TSV Bayer Dormagen, Vincent Scharf, Langsprinter und IT-Spezialist bei der Telekom, der im Rahmen seines Masterstudiums an KI-Anwendungen zur Trainingssteuerung forscht sowie Tim Havers von der IST Hochschule für Management in Düsseldorf, der sich wissenschaftlich mit KI-generierten Trainingsplänen im Kraftsport auseinandersetzt.
Julian Bauer gewährte Einblicke in sein Trainerdasein und verriet, dass er „den Großteil meiner Arbeit vor dem Laptop verbringt“ und die Ligaspiele vor- und nachbereitet. Er könne sich vorstellen, einen Teil der Analyse durch KI zu erleichtern, vor allem, wenn es um die „Fleißarbeit beim Scouting“ gehe. „Das könnte schon ein Meilenstein sein, wenn man die Aktionen eines Spielers herausfiltern lässt und dadurch viel mehr Spieler und viel präziser scouten könnte,“ so der Handballtrainer.
Tim Havers wissenschaftliches Interesse umfasst unter anderem die anwendungsorientierte Krafttrainingsforschung. Er enttarnt Lücken der KI, wenn er etwa berichtet, dass bei mehrfacher Eingabe des gleichen Prompts in die gleiche KI-Anwendung immer unterschiedliche Trainingspläne generiert wurden. Die Datenerhebung sei das Herzstück der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz und bei konkreten Fragenstellungen, sei diese gut zu nutzen, aber eben nicht „immer und überall“. Vor allem im Leistungssport ginge es um sehr individuelle Arbeit mit dem Athleten und die könne nur zwischen-menschlich geleistet werden.
Markus Fothen kommt aus der „analogen Welt“. Seine Zeit an der „Weltspitze des Radsports“ sei schon ein paar Jahre her und damals „gab es noch keine KI“. Er gibt zu, dass er mit der neuen Technologie etwas fremdelt und sich sorgt um die neue Generation an Spitzenathleten, die einem intensiven Training und immer höherem Druck ausgesetzt ist. Als Spitzensportler habe er stets ein gutes Körpergefühl gehabt und darauf vertraut. Er vermisse die „menschliche Sport-Romantik“ und appelliert an die menschliche Komponente im Leistungssport.
Vincent Scharf weist darauf hin, bei allen technischen Optionen vor darauf zu achten, die Sportler „zu schützen“ – die KI solle ein „Werkzeug“ bleiben. Sportartübergreifend könne man dadurch viel über die Physiologie des Menschen lernen und sie so zum Beispiel für eine sinnvolle Verletzungsprävention einsetzen.
Nachruf Christoph Buchbender
Der Abend war geprägt vom Gedenken an Christoph Buchbender, Gründungsmitglied und bis zu seinem Tod im Oktober Präsident der PSB. Jürgen Steinmetz, IHK-Gesamtgeschäftsführer und ebenfalls Mitglied des Präsidiums der Partner für Sport und Bildung, würdigte sein Leben und Wirken – in der Rheinland Versicherung, dem Schützenwesen, der IHK und eben bei den PSB. Er hinterlasse eine „große Lücke“ – nicht nur wegen seines Engagements, sondern vor allem als Mensch. Steinmetz versprach, die Arbeit der Neusser Initiative in seinem Sinne fortzuführen.
The sportstation – Die Sportkonsole
Zu einem sportlichen Wettbewerb rief Wolfgang Alexander Paes, Erfinder der sportstation,die Gäste im abschließenden Teil des Abends auf. Neben Essen, Trinken und Netzwerken nutzten diese gerne die Gelegenheit, eine 8 auf einer Matte in exakt acht Sekunden abzugehen. Die Idee hinter der Konsole sei dabei „ganz simpel“, denn mit der Sportstation wird Bewegung zum Erlebnis: digital, spielerisch und motivierend. Ob als Action-Tool für ein Firmenevent oder als soziales Engagement durch eine Schulpatenschaft – mit der Sportstation werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Bewegung gebracht und nachhaltig Gesundheit in der Region gefördert. Kathrin Päßler ist Sportlehrerin am Gymnasium Marienberg in Neuss – eine von fünf Schulen im Kreis, der die Sportförder-Initiative PSB zusammen mit starken Partnern, in dem Fall dem Neusser Zahnarzt Dr. Christoph Hassink,eine Sportstation für den Sportunterricht zur Verfügung stellen konnten, um Schüler dazu zu motivieren, sich mehr zu bewegen und das Bewusstsein der Bedeutung von Sport und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen im Rhein-Kreis Neuss zu stärken. Sie holte sich praktische Tipps für den Einsatz des Bewegungstool mit größeren Gruppen.
Ingo Frieske erklärt: „Wer das Gerät nutzt, möchte automatisch seine eigenen Bestzeiten verbessern und wie in der digitalen Welt ein Level weiterkommen. Spannend sind auch die Zeitschätzspiele, die allen die gleiche Gewinnchance bieten, da es dabei nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Zeitgefühl ankommt.“
Das hatten die Kollegen der Firma sonoro offensichtlich, denn der Neusser Hersteller und Entwickler von Audiosystemen und Designradios war im Halbfinale mit direkt zwei Teilnehmern vertreten – Miriam Benning und Alexander Brockmeier – und entsendete Alex Brockmeier ins Finale gegen Lennart Tiebel von der TG Neuss, der sich zuvor ganz knapp gegen Patrick Hüter durchgesetzt hatte. Den Frühstücksgutschein des Holiday Inn Hotels konnte sich schließlich Lennart Tiebel sichern. Wir sagen herzlichen Glückwunsch!
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